REISEROUTE
    MINAS GERAIS: VON DEN HISTORISCHEN STÄDTEN BIS ZUM RUNDWEG DER GEWÄSSER
 

Fast 600.000 km2 (was der Fläche Frankreichs entspricht), zahllose Reiserouten und touristische Reiseziele. Dies ist das Land berühmter Brasilianer, wie dem ehemaligen Präsidenten Juscelino Kubitschek und dem Poeten Carlos Drummond de Andrade. Minas Gerais stellt auf seiner grossen Fläche über 50 touristische Rundwege vor. Der berühmeteste von ihnen, der Rundweg der Diamanten, geht durch die Städte Diamantina, Ouro Preto und Tiradentes und empfängt jedes Jahr Tausende von Touristen. Alte Villen, historische Plätze und Museen bestimmen das Szenario, das zu den vom Tourismusministerium ausgewählten Orten im Bundesland gehört und 7 Millionen Reais erhalten wird, die zur Restaurierung von historischen Monumenten und zur beruflichen Qualifikation bestimmt sind.

Für die Liebhaber des Abenteuertourismus reserviert das Gebirge Serra do Cipó starke Emotionen. Unter den möglichen Aktivitäten des Rundwegs, der durch neun Landkreisen geht, befinden sich Rappel, Trekking, Hiking, Klettern und Rafting und der Nationalpark liegt auf einer Fläche von 27.600 ha voller Natur. Im Süden von Minas hingegen befindet sich der Fluss Jaguari, der als einer der besten Orte zum Rafting in Brasilien gilt. In der Hochsaison, von Dezember bis Mai, erreicht er Klassen zwischen IV und V. Der Sport wird auf einem Abschnitt des Flusses Jaguari betrieben, der zwischen den Landkreisen von Camanducaia und Extrema liegt.

Minas ist auch das Land der Bergwerke, dem Reichtum unter der Erde. Aus dieser Erde kommen die gashaltigen Gewässer, die Eisen, Carbonat, Radon, Kalk, Megnesium, Schwefel, Soda und andere chemische Substanzen aufweisen - doch das ist Chemie aus der Natur und sie wird vornehmlich im Süden von Minas Gerais, in der Region der Gebirge der Serra da Mentiqueira, angetroffen. Die wichtigsten mineralen und thermalen Erholungsorte befinden sich in den Städten Araxá, Cambuquira, Caxambu, Lambari, Poços de Caldas und São Lourenço.

Jede dieser Städte des Rundwegs besitzt ihre eigenen Quellen mit „wunderheilenden” Wassern. São Lourenço wird vom Grün der Gebirge der Serra da Mantiqueira umgeben und bezitzt zahlreiche Quellen. Nahe bei São Lorenço liegt das stille Städtchen Cambuquira, das besonders wegen seiner frischen Luft, dem Klima - das stets zwischen 10º und 26º C schwankt - und den Gewässern, deren „seltsamer” Geschmack ehedem von geflüchteten Sklaven entdeckt wurde, besucht wird. Die Gewässer des Caxambu hingegen sollen seinerzeit von der Prinzessin Isabel und ihrem Ehemann, dem Grafen von D´Eu, aufgesucht worden sein, zur Fruchtbarkeitsbehandlung. Der Berg Morro de Caxambu ist 1.500 m hoch und besitzt einen Aussichtspunkt von dem aus man die ganze Region überblicken kann.

Wahrscheinlich ist Poços de Caldas der bekannteste der thermalen Erholungsorte. In seiner Umgebung befindet sich die Stadt Caldas, berühmt für ihre Weine und das Weinfest, das in jedem Jahr in der zweiten Januarhälfte stattfindet. Sie liegt im Gebirge der Serra do Maranhão und ist ein idealer Erholungsort für alle, die sich ausruhen wollen oder frische Luft und schöne Landschaften geniessen möchten. Im Park Balneário, wo der Fluss Rio Verde zwischen den Gebirgen hindurchfliesst und grosse Wasserfälle und Seen bildet, findet man Sauna, Hydromassage, Zirkularduschen, Unterwasserbad und drei Mineralquellen.