



Congonhas verdankt seinen Namen den Pflanzen, die weite Landflächen bewuchsen, Pflanzen, die die Indianer “congõi” nannten, was auf Tupi bedeutet: “das was ernährt, am Leben hält”. Sie konnten keinen besseren Namen geben. Von imposanten Bergen umgeben, liegt Congonhas in einem Tal und wird heute von denjenigen bewohnt, die ein goldenes Zeitalter wiederbeleben möchten. Die Kathedrale Bom Jesus dos Matosinhos, architektonisches Kunstwerk, wurde 1985 von der Unesco zum kulturellen Eigentum der Menschheit ernannt. Auch ist Congonhas die Wiege des Schaffens der “maristas” in Brasilien.
Diese Stadt war einst ein wichtiger Pol wegen ihrer Mineralschätze; es wurden durch sie unermessliche Vermögen geschaffen. Die gewonnenen Goldklumpen waren so gross wie Kartoffeln und stammten aus der berühmten Goldmine Batateiro. 1796 zog das Gold auch den damals schon bekannten Künstler und Bildhauer Aleijadinho nach Congonhas. Er hinterliess hier die eindrucksvollsten Werke seiner Kunst.
In den sechziger Jahren wurde Congonhas nochmals berühmt durch den Heiler-Medium Zé Arigó, der in sich den Geist des deutschen Arztes Fritz trug. Von allen Teilen Brasiliens und der Welt kamen Menschen hierher um von ihren Leiden geheilt zu werden.