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Jalapão

Jalapão hat eine Landschaft wie in den Filmen. Voller Wasserfälle, Flüsse und Seen. Alles mit Dünen übersät, die mitten aus der Vegetation mit ihrem feinen, rotfarbenen Sand herausragen. Dies ist zweifelsohne die perfekte Umgebung zum Betreiben von Sportarten wie Rafting, Canyoning und Abseilen.

Eine gleichzeitig attraktive und wilde Gegend, die zum Erobern da liegt. Der eigenartige Name “Jalapão” kommt von einer, in dieser Gegend sehr verbreiteten Gewohnheit. Die Pflanze Jalapa-do-brasil ist eine einheimische Pflanze, die zur Behandlung von Magenschmerzen verwendet wird. Wegen ihres sauren Geschmacks wird sie von den Einwohner üblicherweise mit einem Stück Brot eingenommen (Brot= “pão”). Daraus wurde eben Jalapa-pão.

Die Grösse ist hier vor allem beeindruckend: Jalapão nimmt fast 20% des Gesamtgebietes des Staates Tocantins ein. Arenit-Hochebenen, bis zu 1000 Meter hoch, beherrschen hier die Landschaft. Hier wird gesagt, dass das Meer zum Landesinnere wurde.

Stark von den einheimischen Tieren bevölkert, wie der guará-Wolf, Feldreh, Straussvogel, der tamanduá-bandeira (ein Ameisenbär), die onça-pintada (brasilianischer Jaguar), die von der sengenden Sonne in dieser Wüste Schutz suchen und die das trockene und heisse Klima prägt. Die grösste Überraschung für den, der sich hier hertraut, ist beständige Flüsse aus kristallklarem und reinem Wasser zu entdecken.

Fotos

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Grundinformation
Klima
Das Wetter in dieser Gegend ist trocken, mit einer maximalen Jahrestemperatur von 30°C bis 32°C von August bis November. Die Temperatur ist immer so hoch wegen dem Ende der Trockenzeit und dem Rauch der Brandrodung, die zur Temperaturerhöhung beiträgt. Von Juni bis Juli sinkt die Temperatur auf 18º bzw. 19ºC ab.
Während des Jahres kann man hier eigentlich nur zwei Jarheszeiten deutlich erkennen: die Regenszeit (Oktober bis April) und die Trockenzeit (Mai bis September).
Daten der Stadt
Jalapão
Staat: Tocantins
Region: Norden
Vorwahl: (63)

Entfernungen
Palmas: 198 km
Unterkunft / Gasthäuser
Im Park selbst gibt es keinerlei Infrastruktur für Reisende. Diese findet man nur in den Städten Mateiros und Ponta Alta, wo es Hotels, Gaststätten und Reiseagenturen und -führer gibt, die den Besucher auf den Ausflügen begleiten.
Wie kommt man hin
Landweg - BR-153: Heftiger LkW-Verkehr. Ab Estreito, an der Grenze von Tocantins bis Wanderlândia, von Araguaína bis Nova Olinda und von Presidente Kennedy bis Guaraí ist die Bahn in sehr schlechtem Zustand. Die TO-255-Autobahn, von Porto Nacional bis Ponte Alta de Tocantins ist hingegen neu asphaltiert. Danach gibt es Strecken mit Weichsand, spitzen Steinen und Löcher, die nur von Allradantriebs-Fahrzeugen befahrbar sind.
Sehenswürdigkeiten
Suçuapara-Grotte
60 Meter lange und 15 Meter hohe Spalte, die durch Wassererosion ins Arenit-Gesteine gekerbt wurde, dabei ein kleines Canyon mit Wasserfall bildend. An den Böschungen wachsen Moos und Farne. Strasse nach Mateiros, 15 km.

Velha-Wasserfall
Zwei hufeisenförmige Wasserfälle, 25 Meter hoch und 100 Meter breit. Auch während der Trockenzeit fliesst hier eine Menge Wasser die vom Rio Novo kommt. Strasse zur Triagro-Farm, 101 Km.

Lajeado-Wasserfall
Hier fliesst das Wasser durch eine Reihe Stufen, bis es an einem Wasserfall mündet der aus 10 Meter Höhe in ein natürliches Schwimmbecken fällt. Um hierher zu gelangen muss man eine Steintreppe herabgehen, wobei einige Stufen sehr rutschig sind. Strasse zur Chiquinho-Farm, 45 km.

Brejo da Cama-Wasserfall
Wasserfall in einem Loch was sich Mitten in der Ebene befindet. Strasse zur Chiquinho-Farm, 50 km.

Dünen
Panorama-Ausblick. Eine Bildung riesiger, bis 40 Meter hohe Sandbanken mit orangefarbenem Sand an der Serra do Espirito Santo-Hochebene, die 800 Meter hoch ist. Sie wurde von der Erosion des Arenit-Gesteines geformt. Strasse nach Mateiros, 136 km.

Fervedouro ("Kochstelle")
Kleiner Wasserbrunnen mit kristallklarem und warmen Wasser, von Bananenstauden umgeben, mit Brunnenboden aus weissem Sand. Dieses natürliche Schwimmbecken hat ein Durchmesser von 8 Meter und liegt auf einem Grundwasserspiegel der während des Wasserausstosses Wasserblasen im Sandboden bildet. Dies verhindert, dass Badende in den Sand absacken. Strasse nach S. Felix do Jalapão, 192 km.

Rio Formiga-Wasserfall
Kleiner Wasserfall mit kristallklarem, blauen Wasser. Strasse nach S. Felix do Jalapão, 199 km.

Morro da Pedra Furada (“Hügel des durchbohrten Steines”)
Öffnung im Gestein, die durch Winderosion gebildet wurde. Auf der Strasse nach Pindorama do Tocantins, 31 km.

Abenteuerreise
Rafting auf dem Rio Novo. Dieser wenig erkundete Fluss ist voller Wasserfälle und Schwimmbecken. Auf der Strasse nach Mateiros, 120 km.

Fauna
Die Tiere die man hier am häufigsten sieht sind Jaguare, Rehe, Ottern, Füchse, Affen und kleine Säugetiere. Ausser den Tierarten die für diese Gegend typisch sind findet man auch bedrohte Tierarten wie der guará-Wolf, die “sussuarana” (eine Raubkatze), das Feldreh und die “anta” (eine Art Tapir). In der Gegend kann man auch Vögel wie die arara (Ara), den Papagei, Tukan, Straussenvogel, seriema und den quero-quero sehen. Unter den Reptilien gibt es hier die sucurí, jibóia (Boa), Klapperschlange, den Chamäleon, teiú und viele andere zu sehen.

Mumbuca-Kunstwerk
Hier lebt eine Gruppe von 22 Familien, alle Nachkommen der Sklaven. Traditionell matriarch, leben die mumbucas von der Herstellung von Hüten, Körbe, Teller, Becher und Latschen aus “capim-dourado”, eine Grasart die es nur hier gibt. Auch wird verflochtener Stroh von der buriti-Palme verwendet. Die Gegenstände werden am Strassenrand verkauft, auf der Strasse nach S. Felix do Jalapão, 197 km.

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