



Mittem im amazonischen Urwald gelegen, ist Manaus mit ihren 1,5 Mio Einwohner die Hauptstadt des Staates Amazonas, der grösste Brasilianische Staat. Beeindruckend ist hier die Natur, die vielen Naturschutzgebiete und nie endend wollende Grünflächen. Voller Kontraste, mischt sich die üppige Natur mit der Industriezone höchster Technologie und der glorreichen Vergangenheit des Kautschukexports.
Manaus wird in der zeiten Hälfte des 16. Jahrhunderts geboren, als die Festung Sao Jose da Barra errichtet wurde, am linken Ufer des Rio Negro, die die Gegend vor den ausländischen Eindringlingen schützen sollte. Der Name Manaus kommt vom Namen des “manaos”-Indianerstammes.
Viele Jahre lebte die Stadt völlig isoliert. Jedoch als im 19. Jahrhundert der Gummihandel anwuchs, dessen Grundstoff Latex aus den Gummibäumen des Urwaldes gewonnen wurde, richtete sich die Aufmerksamkeit der Geschäftsleute auf Manaus.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Luxusbauten im europäischen Stil begonnen, die dem Reichtum der Gegend zuzuschreiben sind. Im Amazonas-Theater, wohl das Symbol des damaligen Fortschrittes, traten europäische Orchester und Theaterkompanien abwechselnd auf.
Als der Kautschuk an internationalem Interesse verlor, geriet die Stadt lange Zeit in Vergessenheit. Sie wurde wieder wichtig als ein riesiger Industriepark eingerichtet wurde, durch die Vorteile einer gesetzlich geförderten Freihandelszone. Heute sind elektroelektronische Erzeugnisse, Informatik und Kommunikation führende Industriebereiche.