



Voller paradiesischer Strände, reicher Flora und Fauna und Landschaften wie nirgendwo anders, ist Fernando de Noronha eines der beliebtesten Resieziele für Brasilianer und für Reisende aus aller Welt. Die guten Umweltbedingungen des Archipels haben die Aufmerksamkeit der Umweltschützler aus der ganzen Welt auf sich gezogen, und 2002 wurde dieser Platz von der UNESCO zum Welteigentum erklärt.
Das Archipel wurde erstmals von Americo Vespucci genannt. Franzosen und Holländer kamen als Eindringlinge doch zu guter letzt haben Portugiesen die Herrschaft errungen. Einige Orte bewahren noch Anzeichen der letzten Kolonisatoren: Vila dos Remédios, Vila da Quixaba, Parque Sant”Ana und die Ruinen der Festungen São Pedro do Boldró, Sto. Antônio, und N.Sª da Conceição.
Fernando de Noronha besteht aus 21 Inseln dessen Gesamtfläche 26 km² beträgt. Die Hauptinsel, die denselben Namen des Archipels trägt, ist die grösste von ihnen und die einzige, die bewohnt ist. Ihre Fläche beträgt 17 km². Einen Teil der Insel, ungefähr 8 km², werden vom Nationalen Marinepark Fernando de Noronha eingenommen, der seit 1988 unter Umweltschutz steht.
Absicht des Parks ist der Schutz von Flora, Fauna und all dem, was hier mit der Natur zusammenhängt, einschliesslich der umgebenden Inseln. Gesamtfläche des Parks ist 112,7 km² mit einem Umfang von 60 km. Man kann auf fünf Pfaden wandern, die vom IBAMA freigegeben wurden.
Auf dem Archipel lebt eine Bevölkerung von ca. 2100 Menschen. Hier wird verantwortungsbewusster Tourismus betrieben damit das Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt in diesem Naturheiligtum, das eines der wichtigsten der Welt ist, nicht gestört wird.
Noronha besitzt eine gute Infrastruktur für den Touristen: Bankfilialen, Post, Polizei, Hospital, Internet, Hafen, Hotels, Herbergen, Wetterdienst und allgemeine Informationen, die dem Touristen zugute kommen. An einigen Orten kann man direkt mit den Einwohner zusammenleben, denn einige haben ihre einfachen Häuser in nette Herbergen umgebaut.
Flora
Die Vegetation von Fernando de Noronha besteht hauptsächlich aus Pflanzen, die für den Norden typisch sind und die während der Trockenzeit ihre Blätter verlieren. In hochgelegenen Gebieen sind Bäume zu finden; auf der Ebene, Sträucher. Zwischen März und Juli zeigt sich die Pflanzenwelt in ihrer ganzen Pracht und Fülle, jedoch sind immer Regenperioden zu erwarten.
Fauna
Fernando de Noronha hat viele natürliche Wasserbecken, die den direkten Kontakt mit der vielfältigen und exotischen Wasserwelt erlauben. Die Gewässer um die Insel sind voller Fische, Schwämme, Algen, Weichtieren und Korallenriffe. Wichtigstes Korallenvorkommen ist die Montastrea cavernosa.
Von der Baia dos Golfinhos (Delphinen-Bucht) aus, können die Delphine in ihrem Habitat beobachtet werden, am besten bei Sonnenaufgang, wenn grosse Gruppen dieser Tiere in die Bucht schwimmen, die ruhige, schützende Gewässer bietet.
Meerschildkröten können ab November gesichtet werden, direkt auf der Wasseroberfläche und zur Zeit der Paarung, Beginn der Vermehrung dieser Tiere in dieser Gegend. Der Nationale Verein für Erhaltung und Umgang mit Meerschildkröten - besser bekannt als Projekt TAMAR/IBAMA - wacht seit 1984 über die Schildkrötenweibchen, Eier und Vermehrungsorte und überwacht die Bevölkerung. Diese Tiere stehen unter gesetzlichem Schutz, der ausdrücklich den Fang, das Fischen und jedwedes Stören dieser Tiere auf brasilianischem Boden verbietet. Noronha hat ausserdem noch einheimische Tiere, von Menschenhand eingeführte und auch Wandertiere.