Ministério do Turismo


Diamantina

Wer was für Kultur, Geschichte und Abenteuer übrig hat, der muss unbedingt Diamantina besuchen. Sie liegt 290 Km von Belo Horizonte enfernt und ist voller alten Häuser aus dem 18. Jahrhundert. In der Nähe bietet die Natur viele Pfade, Wasserfälle und Spaziergänge an.   Das kleine Dorf welches am Ufer des Tijuco-Flusses in 1691 gegründet wurde blühte schon am Anfang des 18. Jahrhunderts auf als das Diamantfieber begann - der Edelstein, der der Stadt ihren Namen verlieh. Wegen der Üppigkeit des natürlichen Reichtums wurde Diamantina Zeuge wichtiger Augenblicke während der Kolonialzeit, empfing den Besuch von Kaisern und genoss eigene Gesetze für die Diamantengewinnung.   Die Spuren der geschichtlichen Wichtigkeit Diamantinas sind noch an den Häusern, den Kirchen, der Architektur und den Monumenten zu sehen. Um solch ein Reichtum erhalten zu können wurde die Stadt in 2002 zum Kulturellen Erbe der Menschheit von der Unesco deklariert.   Man irrt sich aber wenn man glaubt, Diamantina hätte nichts weiteres als Häuser im Kolonialstil anzubieten. Rund um die Stadt kann man in Wasserfälle baden gehen, Grotten besuchen und ökologische Spaziergänge durchführen.

Fotos

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Grundinformation
Klima
Jährliche Durchschnittstemperatur liegt um die 18,1º C, wobei die minimale Temperatur 14,1ºC und die maximale 23,8º C beträgt.
Ereignisse
Seresta
Darbietung von serestas (Strassenmusik) auf den Strassen der Stadt, und auch Ständchen in den Kolonialhäuser des historischen Stadzentrums. Beginnt am Marktplatz und endet am Juscelino-Kubitschek-Platz. Das Ereignis ist umsonst und geschieht monatlich.

Karneval
Volksfest mit den Karikatur-Umzügen. Umzug des Karneval-Verbandes "Vai Quem Quer" (wer will soll mitkommen) und Riesenpuppen.

Osterwoche
Religiöses Fest mit live-Inszenierungen des Lebens Jesu. Am Hallelujah-Samstag wird der Judas traditionsweise verbrannt.

Festa do Divino (Juni)
Religiöses Fest des Stadtpatrons, mit Umzügen und Zelte mit typischem Essen.

Vesperata
Treffen zweier Fanfaren an den Balkons der jahrhundertalten Häuser, regiert von einem Regisseur der unten am Boden steht. Das Publikum sitzt an Tischen imitten der Steinstrassen und sieht sich die Schau mit an. Die Schau geschieht an den Tagen 20. Juli, 17. August, 21. September und 19. Oktober und ist umsonst.

Winterfest der UFMG (Staatsuniversität von Minas Gerais)
Kurse, Werkstätte, Symposien und Reden über Bühnenkunst, Malerei, Bildhauerei, Zeichnen, Literatur, Musik und Kino. Musik- und Theaterdarbietungen. Geschieht an mehreren Stellen in der Stadt während des Monats Juli.

Chor-Darbietungen
Zusammentreffen von Chören aus verschiedenen Gegenden des Bundesstaates, des Landes und sogar des Auslandes. Geschieht in der ersten Septemberwoche.
Daten der Stadt
Diamantina
Bundesstaat: Minas Gerais
Region: Südost
Einwohnerzahl: 44.259 Einwohner
Vorwahl: (38)

Entfernungen:
Belo Horizonte: 285 km
Curvelo: 128 km
Sete Lagoas: 216 km
Montes Claros: 245 km
Rio de Janeiro: 727
São Paulo: 878
Brasília: 719
Unterkunft / Gasthäuser
Es gibt gute Unterkunftsmöglichkeiten in der Stadt. Die Bars und Gasthäuser servieren typisches Essen der Küche aus Minas Gerais wie der tutu de feijão(eine Bohnenpaste), der feijão tropeiro(Reis mit Zutaten), frango ao molho pardo(Huhn mit dunkler Sauce), torresmo (Fettgriebe) und pão de queijo(Käse-Gebäck). Und als Nachtisch die leckeren hausgemachten Marmeladen aus Milch, goiaba, mamão (brasilianische Früchte) oder Kürbis. Die Strasse Quitanda wird von Tischen besetzt wo die Besucher Wein trinken und leckerhafte Imbisse schmecken können.
Mehr über Herbergen, Hotels und Gasthäuse finden Sie auf folgenden Webseiten:
http://www.diamantinanet.com.br/diamantinanet/hoteis_e_pousadas/index.html
http://www.cidadeshistoricas.art.br/diamantina/dia_htp_p.htm
http://www2.ondehospedar.com.br/mg/diamantina.php
Wie kommt man hin
Luftweg: für den Flugpassagier sind die Flugplätze in Belo Horizonte die geeignesten, obwohl es kleinere Flüge auch zum Juscelino Kubitschek-Flugplatz am Stadtrand gibt.
Landweg:
- von Belo Horizonte aus: BR-040 Richtung Brasília nehmen, BR-135 bis Curvelo nehmen und danach die BR-259.
- von Brasília aus: auf der BR-040 weiterfahren. Nach der Ortschaft Três Marias, beachten Sie die Abfahrt nach Curvelo (links). Bis Curvelo weiterfahren und danach die BR-259 bis Diamantina nehmen.
- von São Paulo aus: nach Belo Horizonte über die BR-381 (Fernão Dias) hinfahren.
Von Belo Horizonte aus verlassen Busse der Pássaro Verde-Buslinie die Stadt ina allen Richtungen fünf Mal am Tag.
Dienste
Kultur- und Tourismussekretariat
Rua Antônio, n° 53 / fone: +55 (38) 3531 1636

Busstation
+55 (38) 3531 1471

Hospital Santa Casa
+55 (38) 3531 1643

Bankagenturen
In der Stadt findet man die wichtigsten Bankniederlassungen des Landes vor.
Links

www.diamantina.com.br

 

Sehenswürdigkeiten
Kirchen

Wie es der Fall mit anderen Städten der historischen Route von Minas Gerais ist - wie Ouro Preto, Mariana, Sabará, São João del Rei und Tiradentes – ist Diamantina auch von Kirchen im Barock-Stil bespickt. Die katholischen Bauten sind reich an Schmuck, mit Blumenbilder, Engel, verdrehten Säulen und Goldschnitten, Zeuge des Reichtums während der Gold- und Edelsteingewinnung die im 18. Jahrhundert lief.

do Carmo-Kirche
Erbaut zwischen 1760 und 1765. Bemerkenswert das Hauptaltar und die Nebenaltare, reichlich mit Gold beschmückt.

Kirche São Francisco de Assis
Erbaut zwischen 1766 und 1772. Am Oberdach ein Medaillon mit der Madonna-Figur, von Engel umzingelt - ein charakteristisches Bild jener Zeit.

Kirche Nossa Senhora do Rosário dos Pretos
Der Bau, von Sklaven durchgeführt, ist der älteste in der Stadt und wurde 1731 fertig. Rokoko-Fassade und ein einziger Turm.

Kirche Nossa Senhora das Mercês
Von der crioulo-Gemeinde (Sklavensöhne) zwischen 1772 und 1785 erbaut. Von aussen einfach, im Inneren reichlich mit Gold beschmückte Schnitzereien.

In der Stadt gibt es auch andere religiöse Bauten, wie die Kapelle Imperial do Amparo (1756-1776), Kapelle Nosso Senhor do Bonfim und Kapelle Nossa Senhora da Luz (1803).


Andere Sehenswürdigkeiten

Tropeiro-Markt
Erbaut in 1835 mit architektonischen Formen im Moor-Stil, war dieser Markt der Mittelpunkt zum Laden und Entladen von Güter der Reisenden die in die Gegend kamen. Heutzutage liegt hier das Kulturzentrum David Ribeiro de Alcântara, wo Ereignisse und Gedenkfeiern abgehalten werden. Samstag morgens gibt es hier den Kunstwerk-, Küchen- und Esswaren-Markt

Haus von Juscelino Kubitschek
Dieses einfache Haus in der Strasse São Francisco, heute in ein Museum umgewandelt, zeigt die Persönlichkeit und die Kindheit eines der vornehmsten Einwohner Diamantinas, der zum Gouverneur des Bundesstaates und später zum Präsident der Republik wurde und der Brasília erbauen liess. Im Museum sind Gegenstände aus der Kindheit Juscelino Kubitschek de Oliveira ausgestellt, der Präsident, der Liebhaber von serestas und Serenaden war, so typisch seines Landes.

Haus von Xica da Silva
Der zweistöckige Bau aus dem 18. Jahrhundert, mit Balkons und einer schönen kolonialen Veranda, gehörte einst dem Abgeordneten João Fernandes de Oliveira und seiner berühmten Liebhaberin, die sklavin Xica da Silva. Das Paar wohnte in diesem Haus mit 14 Wohnräumen von 1763 bis 1771.

Presse-Museum
Die Pão de Santo Antônio-Stiftung, eingeweiht in 1901, beherbergt das älteste Asyl in der Stadt und auch das soeben eingeweihte Museum, welches aus der ältesten Zeitungsdruckerei des Bundestaates Minas Gerais besteht.

Haus des Pfarrers José da Silva Rollim
In diesem zweistöckigem Haus aus dem 18. Jahrhundert liegt das Diamantenmuseum. Das Haus wurde dem Pfarrer José da Silva e Oliveira Rollim wegen seiner Beteiligung an der Befreiungsbewegung Inconfidência Mineira (1789) weggenommen.

Haus von Muxarabi
So ist die öffentliche Bibliothek Antonio Torres bekannt, ein Gebäude mit einem gewissen portugiesisch-arabischen Flair, mit ihren Fachwerk-Verandas und Bögen. Bestandteil des Nationalen Geschichtlichen und Künstlerischen Erbes.

Verwaltungsgebäude (Intendência)
Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, wovon die Verwaltung der Diamantengewinnung der Gegend aus gesteuert wurde. Hier gibt es ein Verliess wo die Edelsteinhändler, dessen Handel strengstens verboten war, hineingeworfen wurden. Heute funktioniert hier die Stadtverwaltung.

Verwaltungshaus (Casa do Contrato)
Der heutige Archidiozesenpalast von Diamantina stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1915 erneuert. Bis 1771 funktionierte das Gebäude als Casa dos Contratos, exklusive Stelle an der die portugiesische Krone Diamanten ankaufte. Im 19. Jahrhundert lief hier die Schule São Vicente de Paulo.

Sobradinho Laport
Im 19. Jahrhundert erbaut, ist dieses zweistöckige Haus berühmt wegen den Serenaden die ihr Originalbesitzer, der Maler und Musiker José da Cunha Valle Laport, veranstaltet.

Oscar Niemeyers Architektur
Werke des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer, wie das Hotel Tijuco und die Staatsschule Júlia Kubitschek, bilden ein modernes Gegengewicht mit der barocken Stadt.

Unesco-Platz
Der Platz wurde in Ehren zur Verleihung seitens der Unesco des Titels Erbgut der Menschheit genannt. Hier gibt es eine Keramiktafel zu Ehren der Sklavin Xica da Silva.

Der Weg der Sklaven
Ein Pfad der im 18. Jahrhundert zwischen der Ortschaft Tijuco und dem Mendanha-Bezirk von Tieren und Trapper geöffnet wurde. Auf diesem Weg wurden einst Diamanten transportiert. Die Bepflasterung wurde von den Sklaven durchführt.

Jahrhundert-Kreuzer (Cruzeiro do Centenário)
Eingeweiht in 1938, Jahrhundert-Gebrutstages der politischen Emanzipation der Stadt. Liegt auf einer Anhöhe mit herrlichem Ausblick auf Diamantina und ist 5 Meter hoch.

Cula - Kreuzer (Cruzeiro do Cula)
Liegt auf dem Espinhaço-Gebirge, wovon man einen vollen Ausblick auf die Stadt hat.

Rua da Glória-Durchgang
Zwei Gebäude der Strasse “Rua da Glória” - eines aus der Kolonialzeit, mit Wasserfontänten und Gärten, und das andere aus dem 19. Jahrhundert - sind mit einem Durchgang verbunden, der 1878 konstruiert wurde. Das ensemble gehört heute der Staatsuniversität Minas Gerais und beherbergt das Geologie-Zentrum Eschwege.

Biribiri-Dorf
Das Dörfchen erhält den nostalgischen Flair der Zeit während welcher es gegründet wurde, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Stelle gehört heute einer Stanzerei und liegt in einem Naturschutzgebiet.

Gewinnungs-Bezirk (Distrito de Extração)
Der Bezirk bildete sich aus einer Mine im 18. Jahrhundert, an einer Stelle mit weitreichendene Ebenen und umgeben von schöner Landschaft.

Salpeter-Grotte (Gruta do Salitre)
Im 19. Jahrhundert wurde aus dieser 60 Meter tiefen Grotte Salpeter zur Herstellung von Schiesspulver gewonnen.

Wasserfälle
Die Wasserfälle, mitten im Urwald oder im Gestein, müssen unbedingt besucht werden. Um den Tag dort verbringen zu können müssen Nährungsmittel und Getränke mitgenommen und die Abfälle beim Verlassen dementsprechend entsorgt werden.

Der Wasserfall des Sentinela (liegt zwischen Felsenbildungen und Felsgelände), der Feen (25 m hoch) und der Drei Fällen (70 m hoch) sind die wichtigsten von ihnen.

Bei den Wasserfällen kann man auch ökologische Spaziergänge durchführen und radikale Sportarten betreiben.

Itambé-Spitze
Dieser grosse, 2.002 Meter hohe Felsen liegt im Santo Antonio do Itambé-Bezirk und kann von verschiedenen Stellen aus erblickt werden. Früher wurde er als Referenzpunkt der Trapper-Routen benutzt.

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